STEINERREIFEN · KFZ-TECHNIK
Reifen4 Min. Lesezeit· Aktualisiert 1. Juli 2026

Wann von Sommer- auf Winterreifen wechseln?

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneematsch, Schnee- oder Reifglätte müssen geeignete Winterreifen montiert sein. Als Faustregel gilt „von O bis O“ (Oktober bis Ostern); ab rund 7 °C sind Winterreifen die bessere Wahl.

Es gibt in Deutschland kein festes Kalenderdatum für den Reifenwechsel. Maßgeblich ist das Wetter — und der Gesetzgeber knüpft die Pflicht an die Straßenverhältnisse, nicht an den Monat.

Die situative Winterreifenpflicht

Nach § 2 Abs. 3a StVO dürfen Fahrzeuge bei winterlichen Verhältnissen — Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte — nur mit geeigneten Winterreifen bewegt werden. Wer bei solchen Bedingungen mit Sommerreifen fährt, riskiert mindestens 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg; bei Behinderung oder Gefährdung anderer steigt das Bußgeld.

Woran erkenne ich einen zugelassenen Winterreifen?

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke, „3PMSF“) als Winterreifen. Die alleinige „M+S“-Kennzeichnung reicht nicht mehr aus. Ganzjahresreifen sind erlaubt, wenn sie das Alpine-Symbol tragen.

Warum die 7-Grad-Faustregel?

Unter etwa 7 °C wird die Gummimischung von Sommerreifen hart und verliert Grip — unabhängig von Schnee. Winterreifen bleiben elastisch und bremsen bei Kälte deutlich kürzer. Deshalb lohnt der Wechsel schon, bevor der erste Schnee fällt.

Wie viel Profil brauchen Winterreifen?

  • Gesetzliches Minimum: 1,6 mm (für alle Reifen).
  • Empfehlung für Winterreifen: mindestens 4 mm — darunter lässt die Wintertauglichkeit spürbar nach.
  • Alter beachten: Reifen ab etwa 6–8 Jahren kritisch prüfen lassen (DOT-Nummer).

Tipp: Buchen Sie den Radwechsel früh in der Saison — im Oktober und November sind die Termine schnell vergeben. Wer bei uns einlagert, wird rechtzeitig erinnert.

Häufige Fragen

Als Faustregel gilt „von O bis O“ (Oktober bis Ostern). Fachlich sinnvoll ist der Wechsel, sobald die Temperaturen dauerhaft unter etwa 7 °C sinken, spätestens vor dem ersten Schnee.

Gesetzlich sind mindestens 1,6 mm vorgeschrieben. Für echte Wintertauglichkeit werden mindestens 4 mm empfohlen.

Ja, wenn sie das Alpine-Symbol (3PMSF) tragen. In schneereichen Regionen bieten echte Winterreifen aber mehr Sicherheit.

Der Preis hängt von Fahrzeug und Leistung ab (z. B. reiner Radwechsel vs. Wechsel mit Auswuchten). Sie sehen den passenden Termin und die Leistung direkt bei der Online-Buchung.

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